Finanzkrise: Infineon bittet um Staatshilfen für Qimonda

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Nach der Autoindustrie bemüht sich nun auch die Chipindustrie um staatliche Hilfen, um die Finanzkrise zu überstehen.

Wie die Süddeutsche Zeitung erfahren hat, waren Infineon-Chef Peter Bauer und der Aufsichtsratsvorsitzende Max Dietrich Kley gestern in Berlin bei Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, um um Hilfe für die Chipindustrie im Allgemeinen und Qimonda im Speziellen zu bitten. Die Infineon-Tochter befindet sich seit Monaten in der Krise, was durch die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage noch verstärkt wird. Dem Konzern droht das Aus – und damit 13 000 Mitarbeitern in Deutschland der Jobverlust. Eine Finanzspritze des Staates soll Qimonda nun retten. Laut SZ braucht der Chiphersteller einen dreistelligen Millionenbetrag zum Überleben, nachdem Infineon bereits den Geldhahn zugedreht hat.

Die sächsische Landesregierung will das Unternehmen dem Bericht zufolge in jedem Fall retten, um den Chipstandort Dresden zu retten. Darum prüft man sogar eine Teil-Verstaatlichung des Konzerns. Dafür könnten neue Aktien ausgegeben und an den Freistaat verkauft werden. (Daniel Dubsky)