Apples Lieblingstester macht Blackberry Storm nieder

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David Pogue von der New York Times gehört zur ersten Reihe der Schreiber von Steve Jobs’ Gnaden. Apple-Produkte wie das Iphone bekommt er Wochen früher und singt dafür die schönsten Loblieder über sie. Aber wehe, er bekommt ein Konkurrenzprodukt in die Hand.

“Das Iphone erfüllt im wesentlichen seinen Hype”, freute er sich über die Ankunft des Jesusphones. Blackberry-Hersteller RIM wirft er nun in schrillsten Tönen genau das vor, was er an Apples Iphone so toll findet. Das gehöre sich nicht, dass ein Blackberry über einen Touchscreen mit virtueller Tastatur verfügt: “Ein Blackberry ohne eine Tastatur ist wie ein Ipod ohne ein Scrollrad. Oder ein Prius mit extremem Spritverbrauch.” Selbst bei diesen seltsamen Vergleichen fällt ihm als Erstes ein Apple-Produkt ein.

Tatsächlich verfügt Blackberry Storm über einen Touchscreen, der anders als das Iphone das Eintippen von Buchstaben mit taktiler Rückmeldung bestätigt. Passt David Pogue natürlich erst recht nicht. Das sei nämlich zu anstrengend, fast so schlimm wie das Schreiben mit einer mechanischen Schreibmaschine.

Überhaupt, Blackberry Storm sei nicht der richtige Name für diesen Mist, er müsse Blackberry Blindgänger heißen. Voll von Bugs sei er, von mehr Ungeziefer als bei einem Sommerpicknick umschwärmt. Für seinen unübersehbaren Hass auf den Iphone-Konkurrenten schiebt er auch noch alle anderen vor: “Ich habe keine Menschenseele gefunden, die dieses Gerät ausprobiert hat und nicht entsetzt, verwirrt oder beides war.”

Nichts gegen harte Kritik, darf auch gerne mal richtiges Bashing sein. Aber wenn ein Schreiber wie Pogue an einer Firma genau das heruntermacht, was er bei der anderen hochjubelt, dann sollte er mal ein paar Schritte zur Seite machen. Und Steve Jobs’ Realtitätsverzerrungsfeld verlassen.

(nik)

New York Times