Wer war nochmal Lycos?

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Internet-Veteranen werden sich vielleicht noch an das Unternehmen erinnern, das einst in der selben Online-Ursuppe schwamm wie AOL und Yahoo. Jetzt macht der Laden zu.

Eigentlich sollten Lycos als Gesamtlösung verkauft werden – aber da wollte partout niemand zuschlagen. Also wird das magere Stück Business (17,1 Millionen Euro Verlust in den ersten drei Quartalen 2008) filetiert, so gut es geht.

Das bedeutet das Aus für die Bereiche Portal und Webhosting und Sales, für Domain- und Shopping-Geschäft sowie das dänische Portal hofft man weiterhin, Käufer zu finden.

Das Sagen haben bei Lycos als Großaktionäre Bertelsmann und Telefónica, die  zuerst keinen Interessenten für das Gesamtgeschäft finden konnten und nun kerkünden, dass der einzige Weg in der Heil in der Teillösung liege – und in Entlassungen.

Insgesamt 500 der 700 Beschäftigten sollen ihren Job verlieren, davon 230 in Gütersloh.  Und so wird ein weiteres Stück Internet-Geschichte entsorgt – ob Yahoo bald folgt? [gk]

kress.de