Yahoo trennt sich von Preissuchmaschine Kelkoo

FinanzmarktÜbernahmenUnternehmen

Der Webkonzern bestätigte nun, dass er nach vier Jahren das europäische Preisvergleichsportal wieder abgestoßen habe.

2004 hatte Yahoo Kelkoo für stolze 450 Millionen Euro eingekauft, jetzt geht die Preissuchmaschine “für unter 100 Millionen Euro” an die britische Beteiligungsgesellschaft Jamplant Ltd.

Diesen wenig rühmlichen Deal plauderte Kelkoo-Gründer Pierre Chappaz, der die Firma längst hatte verlassen müssen, genüsslich aus. Er wirft Yahoo Inkompetenz vor, was angesichts eines so gewaltigen Minusgeschäfts und bei immerhin 50 Millionen Kunden in zehn europäischen Ländern recht offensichtlich scheint. Kelkoo hat natürlich starke Wettbewerber wie die Preissuchmaschine von Google sowie Shopping.com, Billiger.de und etliche kleinere Spezialisten. Der Verkauf helfe Yahoo angeblich, sich stärker auf sein Kerngeschäft, also Websuche und Portal, zu konzentrieren. (Ralf Müller)