US-Jugend hinkt beim Internet hinterher

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Man mag’s kaum glauben: Die Jugend der USA tut sich beim Zugang zum Internet schwerer als Altersgenossen in anderen Industrieländern. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie des Center for Digital Future.

Wie aussagekräftig die Untersuchung allerdings ist, ist allerdings durchaus diskussionswürdig: So hat man sich auf lediglich 13 Länder konzentriert und für sie ein Ranking aufgestellt; befragt wurden insgesamt 25.000 Jugendliche.

So setzt sich die Spitzenreitergruppe denn neben dem zu erwartenden Platzhirschen Großbritannien (100% Internet-Nutzung bei den 12- bis 14-Jährigen) auch etwas eigenwillig aus Israel (98%), Tschechien und Macao (jeweils 96%) und Kanada (95%) zusammen – in den USA kommt man nur auf 88%.

Dass die Erhebung mit Zahlen aus den Jahren 2007 und 2008 aber mit Vorsicht zu genießen ist, zeigen Zahlen, die zeitgleich von Opera in Umlauf gebracht worden sind. Während nämlich die US-Studie noch von starker Zurückhaltung bei der Internet-Nutzung per Handy spricht (mit der Ausnahme Großbritannien), verzeichnet Opera – nicht völlig uneigennützig – eine wahre Explosion in diesem Sektor, die in direktem Zusammenhang mit der Veröffentlichung des hauseigenen Mini-Browsers steht.

Interessant ist da vor allem, dass Opera den deutlichsten Zuwachs in Südostasien meldet, zusammen mit einzelnen Spitzen in Afrika und dem Mittleren Osten – das liege wohl daran, mutmaßt Opera, dass es dort keine andere Zugriffsmöglichkeit aufs Webe gebe. [gk]

Yahoo / Reuters