OS-Umbau: Solaris & Ubuntu ergeben Nexenta

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Was passiert, wenn man Ubuntu nimmt, den Linux-Kernel entkernt und dafür den OpenSolaris-Samen einpflanzt? Dann hat man Nexenta.

Das junge Plattform-OS (Spitzname SolaBuntu) ist praktisch noch im Alpha-Stadium, aber es lässt sich schon installieren und konfigurieren. Doch von Anfang an: OpenSolaris wird aufgrund seiner Solidität und Zuverlässigkeit gerne auch in Data Center eingesetzt. Aber es ist in die Jahre gekommen, viele seiner Tools sind überaltet. Wer mit Linux aufgewachsen ist, findet im Solaris nicht gleich die gewohnten Tools – und lehnt dann als Folge die Plattform eher ab.

Zwar werden die Versäumnisse von der Entwicklergemeinde so langsam in Angriff genommen, doch Nexenta kürzt die Sache brutal ab: Die moderne Ubuntu-Umgebung wird mit dem Solaris-Triebwerk verschmolzen. Vorteil: Das attraktive ZFS-Dateisystem in Kombination mit beliebten Ubuntu-Tools wie “apt-get” (für gelungene Upgrades, die sich leicht rückgängig machen lassen). Nexenta ist als Plattform natürlich mehr für den Server-Betrieb ausgelegt als für Desktops, wo es mit Hardware und Apps durchaus klar käme. Allerdings stehen bei der noch jungen Alpha einige Bugs im Wege herum. (Ralf Müller)