Mann verklagt McDonalds: Nacktfotos vom Handy geklaut

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Ein Amerikaner verklagt die Fast-Food-Kette, denn bei einer kurzen Rast in einer Filiale machten sich die Nacktfotos seiner Frau, gespeichert auf dem aktiven Handy, selbständig und verteilten sich im Internet.

Bei dem Vorfall handelte es sich nicht etwa um einen geschickten Datendiebstahl via Bluetooth und Hotspot der Filiale. Die ganze Sache lief profaner ab: Phillip Sherman vergaß in Arkansas sein angeschaltetes Handy auf dem Tisch. Das Personal entdeckte das Gerät und bewahrte es auf.

Sherman rief an und bat die Angestellten, das Handy abzuschalten und so lange sicher aufzuheben bis er von seiner Tour zurückkäme. Gesagt, getan. Doch dann entdeckte er, dass trotzdem einer der Mitarbeiter die besten Daten heruntergeladen und ins Netz gestellt haben musste. Das war ziemlich offensichtlich, denn McDonalds-Logo und Werbespruch “I´m lovin´ it” wurden zu den Fotos gestellt.

Im klagefreudigen Amerika zögert man nicht lange: Die Futter-Kette und der örtliche Franchise-Nehmer kassierten eine Schadensersatzforderung in Höhe von 3 Millionen Dollar. Warum so viel? Der Nackt-Skandal zwinge das bloßgestellte Paar, ihre Nachbarschaft zu verlassen, neue Jobs zu suchen und in ein neues Haus in einer anderen Stadt zu ziehen. Zumal der böse Poster die Bilder auch noch mit vollen Namen, Adressen und Telefonnummern ausstattete, die er natürlich im Handy gefunden hatte. (Ralf Müller)