Klage: iPhone 3G ohne 3G-Tempo

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Viele Nutzer haben gemurrt, dass die so heftig beworbene Breitband-Surfperformance am iPhone eher mager ausfällt. In Kalifornien kassierte Apple dafür nun eine Sammelklage.

Ein UMTS-Handy ohne das gewohnte UMTS-Tempo beim Surfen ist natürlich ärgerlich, aber bei uns müssen die Verbraucher zähneknirschend hinnehmen, dass versprochene Breitband-Geschwindigkeiten selten in vollem Umfang vorhanden sind. Nicht so in den USA, wo jeder jeden für fast alles verklagen kann. So sammelte Rechtsanwalt Peter Keller tausende von unzufriedenen Käufern des iPhone 3G ein, um in deren Namen die mangelnde 3G-Performance als Produktmangel gerichtlich rügen zu lassen. Vor dem Richter soll bewiesen werden, dass die in der Werbung versprochene Downloadgeschwindigkeit in keinem Fall jemals in der Praxis erreicht wird. Statt dessen greife das Gerät gerne mal auf die langsamere EDGE-Connection zurück, was den Kunden gar nicht klar war, argumentiert der Jurist. Er kritisiert auch den Stromverbrauch im 3G-Modus. Angeklagt sind Apple und AT&T. Der Mobilfunkkonzern legte bereits Dokumente vor, um zu beweisen, dass die Performance seines Netzes nicht der Flaschenhals sei.
Keller fordert für seine Mandanten einen Schadenersatz von jeweils 500 Dollar. Ginge das Gericht auf diese Forderung ein, könnte sich die Summe im Ernstfall auf 500 Millionen Dollar summieren. Passiert das, dürften sich schnell andere Anwälte und Mandanten finden, um auf diesem lukrativen 3G-Zug aufzuspringen. (rm)

Justia.com

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