D-Link: Router mit Dualband-WLAN und OLED-Statusdisplay

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D-Link bringt einen neuen WLAN-Router auf den Markt, der flott nach 802.11n-Draft im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband funkt. Der Status des Gerätes, der Internet-Verbindung oder des WLANs lässt sich schnell am Display des Routers ablesen.

Der D-Link DIR-855 kann zwei Funkzellen nach 802.11n-Draft parallel aufbauen – eine im 2,4-GHz-Bereich und eine im 5-GHz-Bereich. So kann der Anwender sensible Datenströme, etwa für HD-Videostreams und VoIP-Telefonate, in das weniger genutzte und nicht so störungsanfällige 5-GHz-Frequenzsband auslagern, während das 2,4-GHz-WLAN für Internet-Zugang und den Dateiaustausch eingesetzt wird. Für beide Funkzellen lässt sich ein Gastzugang einrichten, der vom eigentlichen Netz getrennt ist und nur den Zugriff auf das Internet, nicht aber Ressourcen im LAN, erlaubt – auf Wunsch auch nur zu bestimmten Zeiten.

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D-Link hat dem DIR-855 ein OLED-Display spendiert, über das sich schnell Statusinformationen abrufen lassen. So kann der Anwender kontrollieren, ob es Probleme mit der Internet-Verbindung gibt, ohne sich an einem Rechner erst über das Web-Frontend in die Router-Konfiguration begeben zu müssen.

Neben 802.11n-Draft beherrcht der Router auch die übrigen WLAN-Standards 802.11a sowie 802.11b/g. Für die Absicherung der Funkstrecken stehen WEP, WPA und WPA2 bereit. WPS wird unterstützt, so dass sich die Verschlüsselung per Knopfdruck einrichten lässt.

Der Router bringt Quality-of-Service-Funktionen (QoS) mit, damit beispielsweise große Downloads keine Datenpakete von Internet-Telefonaten ausbremsen. Der WMM-Standard (WiFi Multimedia) wird unterstützt.

Damit das LAN nicht zum Flaschenhals wird – schließlich sind im Funknetzwerk Datenraten bis 300 MBit/s möglich – besitzt das Gerät vier Gigabit-Ports. Denen hat D-Link dieselben Energiesparfunktionen verpasst wie schon seinen Switches. Der Port erkennt, ob ein Kabel kürzer als 20 Meter angeschlossen ist und regelt in diesem Fall die Sendeleistung runter. Zudem wird auch erkannt, ob ein Gerät angeschlossen beziehungsweise eingeschaltet ist, so dass gegebenenfalls der Port in den Ruhezustand versetzt werden kann. Zusammen mit der Zeitschaltfunktion für das WLAN, über die das Funkentzwerk beispielsweise in den Nachtstunden automatisch deaktiviert werden kann, lässt sich so D-Link zufolge der Energieverbrauch um bis zu 21 Prozent senken.

Der DIR-855 bringt auch einen USB-Port mit, an den Drucker, externe Festplatten und Speichersticks angeschlossen werden können. Sie stehen dann allen Nutzern im Netzwerk zur Verfügung – aus einem Desktop-Drucker wird so schnell ein Netzwerkdrucker.

Bildergalerie: Netzwerk-Produkte auf der Cebit 2008

Linksys hat seinen Geräten eine neue, deutlich stylischere Optik verpasst.Das WLAN arbeitet zwar nach 802.11n, allerdings nur im 2,4-GHz-Frequenzband.D-Link präsentierte mit dem DIR-855 ein interessantes Gerät, das gleichzeig im 2,4- und 5-GHz-Frequenz funkt. Über das Display am Gehäuse lassen sich Einstellungen und Verbindungsstatus kontrollieren.

D-Link hatte den DIR-855 bereits auf der Cebit 2008 gezeigt. Bis zum Marktstart dauerte es aber noch einige Monate. Nun soll das Gerät ab Ende November für 199 Euro zu haben sein. Der zugehörige WLAN-Adapter DWA-160 soll 69 Euro kosten. (Daniel Dubsky)