Yahoo-Boss geht, aber nicht ganz

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Yahoos Gründer Jerry Yang wirft den CEO-Job hin, bleibt aber sicherheitshalber an Bord, um selbst den Nachfolger auszuwählen. Er bleibt außerdem im Verwaltungsrat des Konzerns und ganz einfach “Chief Yahoo”.

Aber wir wollen uns doch gerne an Microsoft verkaufen, hatte er unlängst jedem gesagt, der es hören wollte. Nachdem es keiner mehr hören konnte, trat er einen Schritt aus dem Realitätsverzerrungsfeld und zumindest als CEO zurück. Will es aber bleiben, bis ein Nachfolger da ist. Und dann in dessen Nähe bleiben, um ihm nicht zu viel Spielraum zu lassen.

Nachdem Yahoos Aktien seit Microsofts Übernahmeangebot bereits fast 20 Milliarden $ an Börsenwert verloren hatte, dümpelten sie auf diese Nachricht hin nachbörslich ein wenig nach oben. Mit Yangs Teilrückzug darf wieder verschärft auf eine Übernahme Yahoos spekuliert werden – nur durch wen? Steve Ballmer schwört Stein und Bein, dass Microsoft Yahoo nicht mehr kaufen will. Google hat den Werbedeal abgesagt, aus einer Fusion mit AOL wird wohl auch nichts mehr.

Sogar das deutsche Handelsblatt hat sich dazu einen Kopf gemacht und nach neuen Freiern für Yahoo Ausschau gehalten. Yang möge sich doch bitte ganz von Yahoo verabschieden, dann könnte sich vielleicht Nokia hinreißen lassen: “Nokia braucht das Web und Yahoo braucht Telefone. Ein perfekter Match mit strategischem Weitblick bis weit ins nächste Jahrzehnt …”

Auch ‘ne schöne Idee. Noch mehr solche Ideen?

(nik)

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