Weißkittel spielen mit Antimaterie herum

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In einem kleinen Labor in den USA wurde ein Berg Antimaterie erzeugt. Will man CERN zuvorkommen und als Erster das Ende der Welt herbeiführen?

Über 100 Milliarden von Anti-Materie-Partikel (Positronen) wurden erzeugt beim Schuss eines kurzgepulsten starken Lasers durch ein Gold-Blättchen. Die Positronen schießen als Plasma-Fontäne an der Seite des Ziels heraus. “Damit haben wir mehr Anti-Materie erzeugt als jemals jemand zuvor”, freute sich Livermore-Wissenschaftler Hui Chen. Dieses Experiment lasse sich in kleinen Labors nachstellen, weshalb wohl nun weltweit eine intensive Anti-Materie-Forschung losbrechen dürfte. Damit sei man einen Schritt näher am Verständnis von Schwarzen Löchern, Big Bang und Gammastrahlen-Ausbrüchen. Was man so alles mit Anti-Materie Nützliches anstellen könne, das fragen sich die Weißkittel natürlich auch.
Anti-Materie konnten die Livermore-Wissenschaftler erstmals vor 10 Jahren im Experiment nachweisen. Doch erstmals gelang es nun, richtig große Mengen zu erzeugen. Damit seien nun weiterführende Experimente möglich.
Angst müsse niemand vor der Anti-Materie haben, beschwichtigen die Forscher, denn bei Kontakt mit normaler Materie werde sie gleich wieder verwandelt – in pure Energie, die als Gamma-Strahlen auftritt. Naja, nicht gerade ungefährlich, aber beherrschbar. (rm)

Physorg