Intel liefert Nehalem aus

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Chipzilla tönt von den schnellsten CPUs der Welt und beschickt den Markt mit der ersten Welle der Core i7-Prozessoren, die unter dem Codenamen Nehalem entwickelt wurden. Drei Versionen kommen gleich, weitere sollen im Dezember und Januar folgen.

Den offiziellen Marktstart erlebten Core i7-965 Extreme Edition (3,2 GHz), Core i7-940 (2,93 GHz) sowie Core i7-920 (2,66 GHz). Dell und Gateway setzen die neuen Vierkerner als erste in Gaming-PCs ein, die den High-End-Markt der Enthusiasten ansprechen sollen.

Bei der offiziellen Vorstellung erklärte Intel-Vize Pat Gelsinger Nehalem zu einer ständig wachsenden Familie: “Damit entsteht eine neue Familie von Prozessoren.” Im nächsten Jahr sollen der besonders ausbaufähige Nehalem EX kommen sowie ein Acht-Core-System, gegen Ende 2009 schließlich Westmere, ein Chip mit Nehalem-Architektur aus der 32-nm-Fertigung.

Gelsinger zählte Features auf wie das neue, energiesparende Turbo Boost – das die Taktrate einzelner Kerne anpassen kann, abhängig von den laufenden Anwendungen – und hob den integrierten Memory-Controller hervor, der mit den DDR-Speicherchips kommuniziert und den Front Side Bus überflüssig macht. Was die Performance steigert, ohne die Taktrate des Prozessors hochfahren zu müssen und die Wärmeabgabe gegenüber Intels vorhergehender Generation zu erhöhen.

Gelsinger prahlte, Core i7 und seine Hyper-Threading-Technologie habe “alle Benchmarks durchbrochen”. In rund 500 verschiedenen Systeme sollen die neuen Chips verbaut werden, 35 verschiedene Mainboard-Designs gebe es bereits. Schon ausgeliefert seien etwa 100.000 i7-Prozessoren, und es gebe Leute, die hätten sie auf mehr als 5 GHz übertaktet.

Da die i7-Plattform zunächst ganz auf Übertakter und PC-Enthusiasten zielt, hat sie ihren nicht geringen Preis. Die Kombination eines ordentlichen Prozessors mit Mainboard und schnellem Speicher kommt auf rund 700 $. Intel nennt für die Prozessoren Mengenpreise bei 1000-Stück-Abnahme von 999 $ am oberen Ende bis hinab zu 284 $.

(Von Sylvie Barak/nik)

The Inquirer UK