Schnäppchen: Motherboards und Grafikkarten aus Taiwan

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Die Rezession in wichtigen Märkten könnte die IT-Nachfrage zügeln. Also wollen die Hersteller vorsorglich ihre Lagerbestände abbauen.

Die Preise für Motherboards und GPUs aus Asien sind seit einiger Zeit auf dem Rückzug. Insbesondere die taiwanischen Hersteller haben Angst, auf größeren Lagerbeständen sitzen zu bleiben, wo doch demnächst die globale Nachfrage einen größeren Dämpfer erleiden könnte.

In Ergänzung zu dem vorsorglichen Ausverkauf kündigten die Hersteller in den vergangenen Tagen an, ihre Produktionskapazitäten herunterzufahren. Als Folge daraus ordern sie natürlich auch weniger Halbleiter und Zubehör von den Komponentenherstellern. Außerdem hätten sie rechtzeitig angefangen, Personal zu entlassen, um gar nicht erst in finanzielle Engpässe zu geraten, berichtet das Branchenblatt Digitimes.

Ihre Produktionskapazitäten gekappt haben namentlich Asustek, Elitegroup Computer Systems (ECS), Gigabyte Technology und Micro-Star International (MSI). Ein paar kleinere Hersteller haben ihre Produktion gänzlich gestoppt und beliefern gerade nur noch aus Lagebeständen. Einige Produzenten überlegen sich angeblich Fusionen. Jerry Shen, Präsident von Asustek, sieht die PC-Industrie unter Druck und glaubt, dass nur noch wenige Marktteilnehmer von großen Wachstumsraten träumen würden. (Ralf Müller)