OLPC-Rechner auch für Europa

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Das kommt reichlich spät: Nicholas Negroponte hat verkündet, dass nun auch Europäer den OLPC-Rechner erwerben können. Ob er nach dem Eee-Erfolg noch Interessenten findet, ist offen.

Ohnehin lässt sich das Ganze nach bekanntem Strickmuster an: Nach Negropontes Verkündung, dass der Kleinstrechner ab heute via Amazon in allen 27 EU-Ländern sowie in der Schweiz, der Türkei und Russland zu haben sein soll, findet sich heute lediglich im UK-Angebot des Shops eine Produktankündigung für den 20.1.

Und da der Verkauf des OLPC-Produkts im Rahmen des Give One, Get One-Programms stattfinden soll, wirkt das auch entschieden wie ein schlechtes Omen: Dieses bislang auf die USA beschränkte Angebot, einen PC zu kaufen und einen zweiten in ein Entwicklungsland zu verschenken, erfreute sich zwar einer gewissen Popularität – aber nur so lange, bis die Käufer feststellten, dass ihr eigener Rechner einfach nicht ankommen wollte.

Dass man obendrein 275 GBP plus 50 GBP Versandkosten für das Gerät zahlen soll, dürfte den Erwerb des Laptops zu einer Aneglegenheit für ausgesprochen philanthropisch veranlagte Menschen machen; alle anderen werden wohl eher zu einem kommerziell angebotenen Netbook greifen und den vorweihnachtlichen Spenden-Impuls auf ein anderes Ziel lenken. [gk]

BBC News