Freenet-Ergebnisse: Strategie ging also doch auf

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Die Fusion mit Debitel hat den Kommunikationsdienstleister nicht nur vor dem Zugriff der Konkurrenten bewahrt, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg gebracht.

Lohn des eigenwilligen Weges: Der Freenet-Umsatz kletterte erstmals über die magische Marke von 1 Milliarde Euro – auch beim Gewinn legte das Unternehmen zu und erreichte operativ ein Ebit-Ergebnis von 51,5 Millionen Euro. Das beste an diesem positiven Quartal die zum Verkauf stehende DSL-Sparte ist in dem Zahlenwerk gar nicht mehr enthalten.

Das Freenet-Konzept, also als Mobilfunkdienstleister ohne das Breitbandgeschäft auskommen zu können, geht augenscheinlich auf. Mehr noch: Internet-Dienstleister United Internet, der unbedingt Freenet an sich binden wollte, musste gerade ein Verlustquartal (104 Millionen Euro netto) eingestehen: In diesem Jahr werde man sicher auch wegen der Finanzkrise unter den Möglichkeiten bleiben, redete sich Vorstandschef Ralph Dommermuth gestern gegenüber der Wirtschaftszeitung €uro am Sonntag heraus. Bei der Gelegenheit betonte er, nach wie an einer Übernahme des Breitbandgeschäfts von Freenet interessiert zu sein. Warum der Verkaufsprozess aber so zäh voranschreitet, darauf gingen weder Dommermuth noch Freenet-Chef Eckhard Spoerr ein. (Ralf Müller)

Financial Times

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