Office-Endkampf: Google in schlechter Position

Allgemein

OpenOffice sei fünfmal beliebter als Google Docs, fand eine Kundenbefragung heraus. Da MS-Office bislang zehnmal häufiger genutzt wird, habe deren kommendes Office Web die besten Chancen.

Hat Google das Rennen um Online-Bürosoftware trotz seines zeitlichen Vorsprungs schon verloren? Oder stricken die Kalifornier längst an einem Gegenstoß auf Basis von StarOffice, welches vor kurzem so spurlos von der Bildfläche verschwand?
Die Marktforscher von ClickStream jedenfalls dürften Google kräftig aufgescheucht haben, glauben sie doch an einem bevorstehenden Online-Erfolg von Office Web. Schließlich würde das Internet-Publikum schon heute zehnmal häufiger MS-Office nutzen als OpenOffice.org. Und OpenOffice wiederum sei fünfmal beliebter als Google Docs, welches nur von 1 Prozent der befragten 2.400 Surfern eingesetzt werde. Die ClickStream-Befragung, die von Mai bis November lief, wurde gerade erst veröffentlicht und zeigt, dass Onliner an 8,7 Tagen im Monat OpenOffice anwerfen. Googles Docs kommt da nur auf einen mageren Wert von 1,5 Tagen.
Mehr noch: 68 Prozent der Nutzer von Docs oder Spreadsheets benutzen parallel auch MS Word. “Das indiziert, dass die Google-Applikationen nicht als Stand-Alone-Produkt gesehen werden”, so die Studienautoren. Vor allem impliziert es aber, dass die Word-Nutzer in Zukunft wohl eher die Kombi mit Microsofts Office Web bevorzugen könnten. Dann wäre Googles Softwarevorstoß endgültig ein Rohrkrepierer. Übrigens: 74 Prozent der OpenOffice-Nutzer fassen Word nicht einmal an, so die Studie. Was glauben Sie, wem gehört die Office-Zukunft im Online-Universum? (rm)

Slashdot

Office-Studie