Wikileaks: IP-Adressen des BND veröffentlicht

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Auf Wikileaks ist ein PDF aufgetaucht, in dem der gesamte IP-Adress-Bereich des BND zu sehen ist. So lässt sich sofort erkennen, ob das Gegenüber für den Geheimdienst tätig ist.

Die IP-Adressen gehen aus einer internen T-Systems-Mail hervor, die über unbekannte Wege ins Web gelangt ist. Auf Wikileaks können Besucher anonym Informationen ins Netz stellen – wie in diesem Fall geschehen. Eine Whois-Recherche zu den Mailadressen belegt, dass die IPs größtenteils zu Orten in München und Berlin weiterleiten. Es sind aber auch einzelne Adressen in Flensburg, Freiburg und Braunschweig registriert. Eine der IPs befindet sich allem Anschein nach in Süd Gabligen, einer ehemaligen US-Basis und seit 1995 im Besitz der Bundesrepublik.

Die IP-Adressen wurden in vielen Fällen dazu genutzt, bestehende Wikipedia-Einträge zu modifizieren. Bearbeitet wurden vor allem Beiträge zu Sprengstoffen und Militärflugzeugen. (Maxim Roubintchik)