Green-IT: Sollten Firmen ihre Server abschalten?

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Ein IT-Anbieter wirbt mit einer Technologie, die es Unternehmen erlaube, automatisch ihre gerade nicht benötigten Server abzuschalten. Sinn der Übung: Die Stromrechnung rund 30 Prozent zu kürzen.

Notebooks werden zugeklappt, Desktop-PCs in der Regel heruntergefahren, sobald sich der Feierabend nähert. Doch nach Dienstschluss rattern die Server munter weiter, denn schließlich geht die Arbeit in manchen Abteilungen (wie Produktion, Auslandsfilialen) noch weiter. Es dürfte in so ziemlich jedem deutschen Betrieb unüblich sein, unausgelastete Server für die Nacht schlafen zu legen.

Das möchte Softwareanbieter Virtual Iron ändern. Deren Ingenieure haben ein Systemtool namens LivePower entwickelt, welches Niedriglastzeiten identifiziert und durch geschickte Lastverteilung alles so organisiere, dass die prinzipiell nicht gebrauchten Server automatisch abgeschaltet werden. Das können in der Praxis durchaus mal die Hälte aller vorhandenen Systeme sein.

Der Aufwand wird natürlich im Namen von Green IT und vor allem im Kampf gegen explodierende Energiekosten getrieben. Im Idealfalle könne der Energieverbrauch um bis zu 75 Prozent reduziert werden, zeige eine Virtuel-Iron-Untersuchung. Das mache auf der Gesamt-Stromrechnung eines typischen Unternehmens leicht ein Drittel der Kosten aus, behauptet der Anbieter.

Das Tool ist ein Nebenprodukt der Virtualisierungssoftware, mit dem die Firma ihre eigentlichen Brötchen verdient. LivePower nutze natürlich Virtual Machines, um die Aufgabe zwischen den einzelnen Servern leicht verschieben zu können. Werde die Rechenkapazität plötzlich knapp, fahre das System automatisch ruhende Server wieder hoch. (Ralf Müller)

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