Leitung gekappt – Spam-Flut lässt nach

IT-DienstleistungenIT-ProjekteSicherheitSicherheitsmanagementVirus

Sicherheitsexperten beobachten ein Nachlassen der Spam-Flut, nachdem man den US-Provider McColo mehr oder weniger vom Netz genommen hat. Über dessen Server kontrollierten Spammer nicht nur ihre Botnetze, sondern lagerten dort auch Kinderpornografie und Malware.

Schwerer Schlag gegen Botnet-Betreiber und Spam-Versender: der Peering-Anbieter Hurricane Electric hat dem Hoster McColo die Leitungen gekappt und ihn damit größtenteils vom Netz genommen. Die Folgen können Internet-Nutzer bereits in ihren Mail-Postfächern beobachten, denn dort trifft weniger Spam ein. Cloudmark zufolge ging das Spam-Aufkommen weltweit um ein Drittel zurück.

McColo bezeichnete sich selbst als Bullet Proof Hoster und stellte die Infrastruktur für zahlreiche Cyberkriminelle bereit. Sie steuerten über Server des Providers nicht nur ihre Botnetze, sondern verbreiteten auch Malware und Kinderpornografie.

Bei Cloudmark rechnet man allerdings nicht damit, dass der Spam-Rückgang von Dauer ist. »Wir gehen davon aus, dass es den Botnetz-Betreibern innerhalb einiger Tage gelingen wird, ihre normalen Geschäftstätigkeiten wieder aufzunehmen. Bis dahin dürfen wir uns über weniger Spam […] freuen, denn eine derart deutliche Abnahme ist bisher beispiellos«, sagte Sascha Siekmann, Technical Consultat beim Sicherheitsdienstleister. (Daniel Dubsky)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen