IT-Kaufzurückhaltung erreicht nun auch Best Buy

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Die Nachfrage bei der Unterhaltungselektronik scheint in Amerika spürbar nachzulassen, denn nun weisen auch die Zahlen beim marktführenden IT-Händler nach unten.

Nachdem die Nummer zwei im Distributionsmarkt, Circuit City, vor einigen Tagen den Konkurs anmelden musste, schwächelt nun auch der Marktführer im IT-Handel: Best Buy teilte gestern Abend mit, momentan weniger zu verdienen als erwartet. Die Kundennachfrage speziell in der Unterhaltungselektronik sei in den USA abgeflaut. Die Angst der Verbraucher vor Rezession und Wirtschaftskrise sei dafür verantwortlich, betont Best Buy.

Konkret gingen die Verkäufe in den Filialen Sales im Oktober um 7,6 Prozent zurück. Im September war der Abwärtstrend dagegen mit minus 1,3 Prozent noch äußerst milde. Für das Geschäftsquartal ergibt sich daraus schon jetzt ein Minus von 4 Prozent. Das könne sich im schlimmsten Fall noch auf 15 Prozent steigern, befürchtet der IT-Händler.

Durch den stärker gewordenen Dollar tragen auch die Auslandsfilialen von Best Buy nicht mehr so stark zum Ergebnis bei wie gedacht. Daher werde sich der Gesamtumsatz nur noch zwischen 43,7 und 45,5 Milliarden Dollar bewegen – ein Minus von 8 Prozent gegenüber Vorjahr. Hinzu kämen hohe Lagerbestände, da man nicht so schnell auf das veränderte Käuferverhalten reagieren konnte, erklärt CEO Brad Anderson. Lichtblick in der angespannten Lage: Best Buy gewinne Marktanteile, da es den Konkurrenten bekanntlich noch schlechter ergeht. (Ralf Müller)

Northga

IT-Examiner