Günstiger 3D-Drucker mit Papier und Klebstoff

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Ein irisches Start-Up entwickelte einen Drucker für dreidimensionale Prototypen. Den Firmenangaben nach ermöglicht der 3D-Drucker günstiges Rapid Prototyping.

Bisher gab es zwar 3D-Drucker, aber diese setzten Laser, Feinst-Stäube oder flüssige Polymere ein. Diese Materialen sind teurer als handelsübliches Papier. Die irische Firma Mcor Technologies nutzt nun Klebstoff und Papier, um 3D-Modelle mit Holz-Haptik anzufertigen. Laut ihren Angaben ist das eigene Verfahren circa 50 mal so günstig wie bisherige Verfahren. Die maximale Objektgröße beträgt zur Zeit 29,7 mal 21 mal 15 Zentimeter (circa 9.356 Kubikzentimeter). Die Modellierungskosten betragen circa einen Cent pro Kubikzentimeter.

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Die Neugründung betont, dass sogar bedrucktes, gebrauchtes Papier genutzt werden kann. Der Klebstoff ist wasserlöslich, so dass das Verfahren nicht nur billig ist, sondern umweltfreundlich. Die gefertigten Objekte und anfallenden Abfälle aus der Produktion können später als Hausmüll deklariert und entsprechend leicht entsorgt werden. Der irische 3D-Drucker Mcor Matrix ist für Rapid-Prototyping eine interessante Alternative, wenn an die Modelle keine besonderen chemischen und mechanischen Ansprüche gestellt werden. Die ersten Geräte werden in Großbritannien für etwa 25.000 Euro vertrieben. Ab 2009 plant das irische Unternehmen weltweit die Maschine zu verkaufen. (Martin Bobowsky)