VMware will nun Handys virtualisieren

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Die Betriebssysteme der heutigen Handys sind zu unflexibel und steif, meint der Pionier der Virtual Machines und plant eine ungewöhnliche Auffrischung.

Über die VMware Mobile Virtualisation Platform (MVP) sollen künftig Mobiltelefone in die virtuellen Welten eingebunden werden. Die Technologie dazu stamme von der Firma Trango Virtual Processors, die VMware erst im Oktober geschluckt hatte.

Von der MVP aus werde nur optimierter und speicherschonender Software-Code (Thin Layer) auf den jeweiligen Ziel-Handys eingelagert, um eine Trennung zwischen Applikationen, Daten und der zugrundeliegenden Hardware zu erzeugen. Langfristiger Vorteil für die Markenhersteller: Neue Hardware und Designs können schneller auf den Markt gebracht werden, da mühsame Anpassungen künftig wegfallen. Die Nutzer wiederum hätten den Vorteil, auf ihren Handys diverse Profile einsetzen zu können, zum Beispiel für den Privatbedarf und für die Anforderungen des Jobs.

“Mit dem Kniff, Daten, Software und Hardware durch Virtualisierung voneinander zu separieren, ergeben sich Möglichkeiten zu innovativen Applikationen und Services“, versucht VMware-Boss Paul Maritz die Mobilfunkbranche zu locken. (Ralf Müller)