Microsoft sagt »nein« zu Yahoo

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Der Software-Gigant hat kein Interesse an dem Suchmaschinenbetreiber: CEO Steve Ballmer ist nicht bereit Yahoo ein weiteres Übernahme-Angebot zu unterbreiten und das Unternehmen vor einer drohenden Krise zu bewahren.

Microsoft-Chef Steve-Ballmer hilft dem Yahoo-CEO Jerry Jang nicht aus der Patsche: Auf einer Konferenz in Sydney verkündete Ballmer, dass man kein Interesse mehr an Yahoo hat. Zwar ist die Zusammenarbeit auf bestimmten Gebieten nicht vollkommen ausgeschlossen, eine Übernahme wird es aber nicht geben. Man wird dem Suchmaschinen-Betreiber bei Microsoft kein neues Angebot unterbreiten, so die Financial Times.

Endlich hat das Katz- und Maus-Spiel zwischen den beiden Unternehmen ein Ende: Nachdem Yahoos Werbedeal mit dem Konkurrenten Google gescheitert ist, hat das Unternehmen versucht sich wieder an Microsoft anzuschmiegen. Der Windows-Hersteller hatte zuletzt 33 US-Dollar je Yahoo-Aktie geboten und wollte den Suchmaschinen-Betreiber für über 45 Milliarden US-Dollar kaufen. Yahoo-Chef Jerry Yang hatte alle erdenklichen Schritte eingeleitet, um eine Microsoft-Übernahme zu verhindern: Angefangen mit möglichen Werbedeals mit der Konkurrenz, Kooperationen mit AOL und neuen Mittarbeiter-Verträgen. Die Taktik war erfolgreich und Microsoft verlor das Interesse. Auch die Bemühungen von Großinvestoren wie Carl Icahn scheiterten: Der Milliardär wollte durch einen Einkauf ins Unternehmen Yahoo dazu bewegen an Microsoft zu verkaufen. Zwischendurch keimten zwar hier und da immer wieder Übernahme-Pläne auf, allerdings nicht konkretes. Yahoos Aktie befindet sich seitdem auf Talfahrt und rangiert derzeit bei etwa 12 US-Dollar. (Maxim Roubintchik)