Neue Features des Windows Server 2008 SR2

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Der Vize-Präsident von Microsofts Windows-Serversparte Bill Laing spricht über die wesentlichen Neuerungen im Nachfolger des Windows Server 2008. Bislang lautete dessen Codename noch Windows Server 7.

Die Betriebssystemschmiede aus Redmond plant, 2010 den Nachfolger des Windows Server 2008 herauszubringen. Eine kostengünstige und verbesserte Virtualisierung sowie ein besseres Strommanagement, eine bessere Skalierung der Rechenleistung und die Überarbeitungen zur Web-Plattform sind die Schwerpunkte in der Fortentwicklung.

Der Server 2008 SR2 (doc) wird derzeit gemeinsam mit Windows 7 entwickelt. Bill Laing grenzt jedoch namentlich die Desktop- und Serverbetriebssysteme deutlicher ab. Technisch basieren sie jedoch auf dem Vista-Kern. Revolutionen bleiben aus, allerdings erscheint der Nachfolger nur noch als reine 64-Bit-Version. 32-Bit-Programme laufen dennoch – in einer WOW (Windows on Windows) genannten Emulation.

Mit dem Erscheinen der Version SR2 wird der Support von Windows Server 2000 eingestellt.

Virtualisierung:

Der Hyper-V Hyper Visor wird überarbeitet. Ziel ist eine leichtere Migration in Echtzeit von einem Server zu einem anderen Server. Hyper-V gehört zur Grundausstattung.

Management:

Fernwartbarkeit und automatische Systempflege stehen hoch im Kurs bei Kunden. DirectAccess erlaubt die sichere Fernwartung ohne VPNs. Integriert sind die Internet Information Services 7.0 (IIS), ASP.NET und PHP. Dabei kann der Administrator nach wie vor über ein grafisches Interface als auch über die Kommandozeile der Powershell das System bedienen. Branch Cache reduziert den Traffic zwischen Client/Zweigstelle und Server/Hauptstelle. Der Client speichert Dokumente zwischen, damit der zentrale Server nicht immer wieder die angeforderten Daten senden muss.

Energiekosten:

Der Strombedarf passt sich der tatsächlichen Last noch besser an. Automatisch werden Prozessorkerne ein und ausgeschaltet und auch die Taktfrequenz passt sich der Systemlast an.

Skalierfähigkeit:

Die neue Version beherrscht mehr als 64 Prozessorkerne, so dass große  Datenbanken diese hohe Rechenleistung ausnutzen können. Andere Anwendungen mit vielen parallelen Threads profitieren ebenso davon.

Microsoft bündelt die technischen Entwicklungen der letzten Jahre und passt sie dem neuen Betriebssystem an. Bisher und auch zukünftig kämpfen Multiprozessor-Systeme mit steigendem Overhead bei immer mehr Prozessorkernen. Es ist gut zu wissen, dass Microsoft die Skalierung mit immer mehr Prozessoren und zugleich den Strombedarf im Blickpunkt hat. (Martin Bobowsky)