Green IT: Neues Ranking der Klimaschützer

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Die Marktforscher von Gartner und der Umweltschutzverband WWF haben erstmals IT-Unternehmen nach ihrem Beitrag zum Klimaschutz bewertet.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat für das neue Ranking 24 marktführende Unternehmen der ITK-Branche zu ihrem Beitrag für den globalen Klimaschutz befragt. Die in Kooperation mit dem Umweltschutzverband WWF entstandene Studie zeigt damit auf, wie IT-Unternehmen Umweltprobleme angehen und ob sie Lösungen oder Produkte entwickeln, die den globalen Klimaschutz voranbringen.


Einer der Vorreiter in Sachen Green IT: IBM hat sogar ein eigenes Webportal.

Gewinner und Verlierer beim Umweltschutz
Von den 24 Unternehmen, bei denen Gartner anfragte, lehnten neun eine Teilnahme ab, ohne konkrete Gründe hierfür zu nennen: Accenture, Acer, AT&T, Deutsche Telekom, EDS, Microsoft, Oracle, Sun und TCS. Von den 15 Teilnehmern konnten insbesondere BT, Fujitsu, HP und IBM durch einen »gut strukturierten, ausgewogenen und langfristigen Umweltschutzplan« überzeugen.

Laut den Analysten schnitten China Mobile, Lenovo, Nortel, Verizon und Wipro bei den wichtigen Kategorien weniger gut ab. Bei Google wurde bemängelt, dass das Unternehmen überhaupt keine Umweltschutzrichtlinien habe. Eindeutige Gewinner oder Verlierer nach Branchen oder Ländern sind kaum auszumachen, zu vielschichtig sind die Ergebnisse. Nur eines ist klar: Die meisten Unternehmen haben noch Nachholbedarf bei Green IT.

Nicht die erste Studie zu Green IT
»Diese erste Studie ihrer Art untersucht, welche Rolle große ICT-Unternehmen bei der Reduzierung ihres eigenen Beitrags am Klimawandel spielen und zwar hinsichtlich ihrer Geschäftstätigkeit, ihrer Lieferkette sowie ihrer Produkte und Dienstleistungen«, erklärt Simon Mingay, Research Vice President bei Gartner, bei der Präsentation der Studie auf dem Gartner Symposium ITxpo 2008 in Cannes.

Der Greenpeace-Ratgeber »Grüne Elektronik«. (Quelle: Greenpeace)

Die erste Studie dieser Art ist dies freilich nicht. Bereits zur CeBIT 2008 hatte Greenpeace eine Rangliste für »Grüne Elektronik« präsentiert, die vor kurzem aktualisiert wurde. Einsamer Spitzenreiter ist dort Nokia mit sieben von maximal zehn zu erreichenden Punkten.

Im Mittelfeld mit fünf bis sechs Punkten liegen Samsung, FSC, Sony Ericsson und Sony; Schlusslicht bilden Sharp, Microsoft und Nintendo. Hauptkriterien für das Greenpeace-Ranking sind giftfreie Inhaltsstoffe, Energieverbrauch der Produkte und Entsorgung des Elektronikschrotts.
Stefan Girschner/mt
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