Fette Verluste: Activision verzockt sich

Allgemein

Trotz riesiger Erfolge wie Guitar Hero, Call of Duty oder World of Warcraft hat es der Publisher hingekriegt, im dritten Quartal richtig Geld zu verbrennen.

Die drei Marken Activision, Blizzard und VUgames haben dem Unternehmen einen Superumsatz von immerhin 711 Millionen Dollar im vorigen Quartal eingebracht. Doch statt sich in diesem Erfolg zu sonnen, gelang den Managern des Hauses das Kunststück, im gleichen Zeitraum operativ 194 Millionen Miese zu schreiben, was netto zu Verlusten von 108 Millionen Dollar führte. Auch für das starke vierte Quartal, welches allein immerhin 1,6 Milliarden Dollar in die Firmenkassen spülen soll, rechnet der Activision-Vorstand trotzdem noch mit Verlusten.
Und wie entschuldigt CEO Robert Kotick die Situation? Gar nicht. Er verweist schlicht auf den Wachstumspfad der Firma und verspricht den Aktionären für die Zukunft tolle Ergebnisse. Kein Wort über Konjunkturschwäche, Kaufzurückhaltung der Amerikaner oder den Sinn eines teuren Aktienrückkaufprogramms statt einer Dividende für die enttäuschten Investoren.
Da hätte das Management lieber mal rechtzeitig eine gute alte Wirtschaftssimulation komplett durchgespielt. (rm)

Edge

Activision verklagt die eigenen Kunden

Activisions Fusion gebilligt