Datendebakel: T-Mobile-Chef geht

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Die 30 Millionen entwendeten Kundendaten haben weitreichende Konsequenzen: T-Mobile-Geschäftsführer Philipp Humm hängt seinen Posten an den Nagel.

Gestern Abend ist der derzeitige T-Mobile-Geschäftsführer Philipp Humm aus seinem Amt zurückgetreten. Zwar ist die Beurteilung des Datendebakels noch nicht vollständig abgeschlossen, trotzdem erklärte sich Humm bereit als Sprecher der Geschäftsführung die Verantwortung zu übernehmen, so die FTD. Allein T-Mobile hat 30 Millionen Kundendaten durch ein Sicherheitsleck verloren. Darin enthalten waren sowohl Namen, Nummern, als auch Geburtsdaten und Kontoverbindungen. Die Festnetzsparte der Telekom hat weitere 17 Millionen gestohlene Nutzerdaten zu verantworten, die in den Händen eines lokalen, deutschen Porno-Anbieters gelandet sind. Um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern hat die Telekom ein Maßnahmenpaket für mehr Datenschutz geschnürt.

Laut eigenen Angaben wird Humm weiterhin bei T-Mobile beschäftigt bleiben, soll sich jedoch auf »seine erweiterten Vertriebsaufgaben konzentrieren«. (Maxim Roubintchik)