Nach dem Siemens-Abschied: Was Fujitsu plant

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Nach knapp zehn Jahren zerbrach das japanische-deutsche Joint-Venture. Sofort springt Fujitsu eiligst auf den stärksten Markttrend auf: kleine Notebooks.

Gerade hat Fujitsu entschieden, 450 Millionen Euro für die 50-Prozent-Beteiligung an Siemens zu zahlen, schon wird die Marke Fujitsu-Siemens mehr Richtung Erfolg getrimmt. So frischen die Japaner mit Eifer ihre ultraportablen Mini-Notebook-Familie auf und ergänzen sie um drei neue Modelle. Besonders auffällig: Das knapp 900 Euro teure LifeBook U820 (Bild) hat ein 5,6-Zoll-Touchscreen, den üblichen Atom-Prozessor und auf Wunsch statt 120-GByte-Festplatte einen 64 GByte großen Flash-Speicher. Dazu gibt es GPS-Modul und Garmins Navigationssoftware sowie 1,3 Megapixel-Webcam und einen Finger-Sensor für die Sicherheit.

Das nächstgrößere LifeBook P1630 ist ein winziges, superleichtes Tablet-Modell mit einem 8,9-Zoll-Display. Weitere Daten zu diesem Rechner gab es noch nicht. Statt dessen verriet Fujitsu noch, sein LifeBook P6130, ein ausgewachsener Tablet-PC, überarbeitet zu haben. So wird jetzt ein Intel Core 2 Duo SU9300-Prozessor angeboten (1,2 GHz Taktfrequenz) sowie ebenfalls mit 8,9-Zoll-Display. Zudem verspricht der Hersteller einen deutlich verbesserten Akku, der bis zu sechs Stunden durchhalte. Das Modell P6130 wird umgerechnet ab rund 1.500 Euro zu haben sein.

Und dann wäre da noch das LifeBook N7010, klassischerweise gedacht als Desktop-Ersatz: Das ausgewachsene Notebook hat gleich zwei Displays, einen 16-Zöller sowie zusätzlich ein 4-Zoll-Touchscreen, um ein paar grundlegende Funktionen (Termine, E-Mail, Adressbuch) zu erreichen, ohne das System booten zu müssen. Der Intel Core 2 Duo P8400-Prozessor schlägt im 2,26-GHz-Takt und greift auf 3 MByte Level-2-Cache zu. Der tiefschwarze Rechner kostet in der Grundausstattung umgerechnet etwas über 1.100 Euro. (Ralf Müller)