Der Job, den keiner will

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Schlecht dotiert dürfte die Position des CEOs bei MySpace Music nicht sein – trotzdem tut man sich schwer, die geeignete Besetzung zu finden.

Vor zwei Monaten hatte man noch zwei aussichtsreiche Kandidaten – jetzt verhandelt man mit einem dritten. Der ursprünglich aussichtsreichste Kandidat, Ex-Facebook-Chef Owen Van Natta, warf zwar zunächst den Rivalen Andy Schuon aus dem Rennen, der aus der Musikindustrie kam.

Dann aber soll Van Natta sich verstolpert haben, als er anregte, MySapce solle doch auch noch ProjectPlaylist kaufen, ein Startup-Unternehmen, an dem er selbst beteiligt ist, das aber dummerweise einen Urheberrechtsprozess am Hals hat.

Da wollte MySpace wohl nicht so wie Van Natta, und der hat nun seine Bewerbung zurückgezogen. Als einziger Kandidat wird nun Courtney Holt von MTV gehandelt – aber auch hier gehen die Gespräche wohl nur schleppend voran.

Gerüchteweise heißt es, dass der Job des MySpace Music-Chefs auch einige Haken habe: Die Bezahlung sei doch eher mittelmäßig (was man allerdings wohl relativ sehen muss), der Chef ist kein echter Chef, sondern muss an MySpace-CEO DeWolfe berichten, und schließlich gibt es wohl intern Unruhe, weil befürchtet wird, dass der Facebook-Einfluss bei MySpace zu groß wird. [gk]

Cnet