Test: Adobe Dreamweaver CS4
Gemischte Gefühle

DeveloperIT-ProjekteSoftware

Der neue Dreamweaver hinterlässt beim langjährigen Nutzer gemischte Gefühle: einerseits gibt es zahlreiche Neuerungen, doch andererseits hat sich beim Skript-Support kaum etwas getan.

Positives & Negatives

Die neue Version des Webeditor-Flagschiffs von Adobe lässt den langjährigen Dreamweaver-Nutzer zwischen Freude und Enttäuschung schwanken. Die Freude verkörpern die doch recht zahlreichen Neuerungen. Zuerst einmal fällt auf, dass Dreamweaver hervorragend zu den anderen Produkten der Creative Suite passt. Das äußert sich beispielsweise in den überarbeiteten angedockten Paletten, die auch im Mehrmonitorbetrieb problemfrei funktionieren. In einer Leiste über dem Dokument finden Sie die verwendeten externen Dateien von CSS über JavaScript bis hin zu XML.

Ebenfalls im Bereich Freude zu verbuchen ist die Live-Ansicht, die mit dem WebKit realisiert wird, der Basis der Browser Safari, Konqueror und neuerdings auch Google Chrome. Neben der verbesserten Vorschau liegt der Sinn hier darin, dass auch JavaScript direkt getestet wird und sogar pausiert werden kann. Wem das gerade beim Erstellen des Grundgerüsts zu viele JavaScript-Fehlermeldungen produziert, der kann diese Funktion auch separat deaktivieren.

In Sachen CSS bietet der Code-Navigator eine praktische Ansicht, mit der man sich durch die CSS-Struktur klicken kann. Er zeigt immer die CSS-Stile des aktuellen Elements und auf Klick öffnet sich beispielsweise der Stil in der externen Datei. Zusammen mit der Liveansicht ergeben sich hier Debugging-Möglichkeiten, die zwar nicht ganz mit Firefox und Firebug mithalten können, aber in der Arbeitsumgebung immer gleich zur Hand sind.

Nun zum Negativen: Eigentlich sind die neuen Funktionen wie auch in den Vorgängerversionen zu wenig. Vor allem im Bereich der serverseitigen Technologien hat sich nichts Bemerkenswertes getan. Die PHP-Unterstützung von Dreamweaver ist nach wie vor nur rudimentär und wer gar andere serverseitige Technologien wie Ruby einsetzt, findet gar keine Unterstützung. ASP.NET wird noch schlechter unterstützt als PHP, dafür gibt es aber immer noch ASP.

Zumindest wurde Subversion als Versionsverwaltung bei der Teamarbeit ergänzt. Bei den hauseigenen Technologien lässt sich Adobe dagegen nicht lumpen: Das Ajax-Framework Spry ist direkt integriert.

Adobe Dreamweaver CS4 Liveview

Die Vorschau Liveview kommt nun mit Javascript zurecht, so dass auch Javascript-Code schnell getestet werden kann.Javascript kann aber auch ausgeschaltet werden, falls es zu viele Fehler produziert.


Testergebnis

Die neue Version von Dreamweaver wurde sinnvoll weiterentwickelt, allerdings hält sich Adobe wie auch schon in den letzten Versionen mit großen Innovationen sehr zurück. Ein Update ist also kein Muss – wer aber andere Produkte der Creative Suite aktualisiert, wird sicherlich auch die neue Dreamweaver-Version zu schätzen wissen.

Dreamweaver CS4
Hersteller: Adobe
Internet: www.adobe.de
Preis: 570,01 Euro, Upgrade für 296,31 Euro

Note: gut *
Leistung (50%): gut
Ausstattung (30%): gut
Bedienung (20%): gut

* Getestet wurde die Beta-Version. Die finale Version kommt Anfang November auf den Markt.

Das ist neu
– Liveview mit JavaScript-Vorschau
– CSS-Navigator
– CS4-Oberfläche

Systemvoraussetzungen
Betriebssystem: ab Windows XP SP2 (nur für 32-Bit-Versionen von Windows XP und Windows Vista zertifiziert), Mac OS X 10.4.11 bis 10.5.4
Prozessor: ab 1 GHz (PowerPC G5 oder Intel Multicore)
Arbeitsspeicher: ab 512 MByte
Festplatte: 1 bis 2 GByte freier Speicherplatz

Adobe Dreamweaver CS4