iPhone-Besitzer: Keine Angst, die wollen nur spielen

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Viele Gerätefunktionen, unzählige Apps und zahlreiche Web-Ziele – und was machen die US-iPhone-Besitzer aus ihren Möglichkeiten? Am liebsten einfach nur zocken.

So viele Möglichkeiten, und doch scheinen Besitzer des iPhones sich so langsam nur noch für einen Einsatzzweck zu begeistern: Videogames sind mit Abstand die am schnellsten wachsende Kategorie im Apple App-Shop. Momentan sind 7 der Top-10-Verkäufe Spieletitel. “Das war auch für uns eine enorme Überraschung, dass die Games derart abgehen”, erzählt Apples Senior-Marketing-Manager Stan Ng.
Die Entwickler haben seit Juni 1.700 mehr oder weniger tolle Spiele für das iPhone gebastelt. Das sind doppelt so viele Apps wie in der übrigen Entertainment-Abteilung, welche die Kategorien Musik und Video enthält.
Dieser unerwartete Sog zog sogar schon Games-Profis an: Neil Young, altgedienter Manager bei Electronic Arts, schmiss seinen gutbezahlten Job, um eine kleine Entwicklerschmiede zu gründen, die nun ausschließlich Games für iPhone und iPod Touch programmiert. Young: “Ich bin selber abhängig von meinem iPhone und spiele damit dauernd herum.” In seinem Fahrwasser hat sich selbst EA dem iPhone zugewandt und bietet einen Spore-Ableger für knapp 10 Dollar im App-Store an.
Den Anbietern gefallen nicht nur die möglichen Stückzahlen, sondern auch die Leichtigkeit der Programmierung wie auch die technischen Möglichkeiten des Systems: “Schließlich ist das iPhone mehr Mobilcomputer als Handy”, fasst Tim Bajarin von Creative Strategies zusammen. Auch gefalle das Business-Modell des App-Stores mit der 30-Prozent-Beteiligung. Das alles führe laut den Marktforschern von Nielsen Mobile dazu, dass 25 Prozent aller iPhone-Besitzer weltweit schon mindestens ein Spiel downgeloaded haben – bei den sonstigen Smartphone-Besitzern liege dieser Wert üblicherweite nur bei mageren 6 Prozent.  Damit ist das iPhone dort angekommen, wo Nokia mit dem N-Gage immer hinwollte und was die Android-Gemeinde gerade erst anpeilt. (rm)

LAtimes

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