IDC meldet Rekordzahlen bei PC-Halbleitern

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Noch kein Schwächezeichen: Laut US-Marktforschern kletterten die weltweiten Auslieferungen von PC-Chips im dritten Quartal auf ein neues Rekordniveau.

Mitten zwischen den vielen Hiobsbotschaften über düstere Aussichten und erste Verluste konnten zumindest die Marktbeobachter von IDC eine beruhigendere Meldung absetzen: Gerade erst erreichte die IT-Welt im abgelaufenen Quartal einen Rekordhöchststand bei den Microprozessoren: So viele PC-Chips wurden noch nie ausgeliefert und verbaut.

Im Vergleich zum Sommer beträgt der Zuwachs bei den Stückzahlen 14 Prozent und gegenüber 2007 gar 15,8 Prozent. Beim hochaddierten Umsatz sah der Zuwachs nicht ganz so prall aus, ausgelöst durch die vielen preiswerteren CPUs. So legten die Gesamterlöse gegenüber Vorquartal um 7,6 Prozent und gegenüber Vorjahr um 4,1 Prozent auf zusammen 8,3 Milliarden Dollar zu.
Während Intels erfolgreicher Atom-Chip statistisch zwar die Umsätze pro Stück nivellierte, hatte der Netbook-Prozessor dafür einen ordentlichen Anteil an den Wachstumsraten bei den Stückzahlen.

Laut IDC lagen die Auslieferungsraten bei den beiden Chipganten Intel und AMD im dritten Quartal nur geringfügig unter den Vergleichszahlen der letzten Jahre. Das wird aber wohl nicht so bleiben, denn die Marktforscher prognostizieren fürs vierte Quartal und das kommende Jahr nicht ganz so erfreuliche Zeiten für die Chip-Industrie. (Ralf Müller)

IDC

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