MySpace: Werbung statt Piratenjagd

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Warum echte und vermeintliche Piraten jagen, wenn man sie dazu einsetzen kann, sich die eigenen Taschen füllen zu lassen? Bei MySpace will man dazu übergehen, in verdächtiges Material Werbung einzubauen.

Für diese neue Strategie hat MySpace Auditude an Bord geholt, ein Unternehmen, das eine Technologie entwickelt hat, die von Usern veröffentlichte Videos auf ihren Ursprung hin untersucht.

Stellt sich heraus, dass der Poster sich bei einer Fernsehsendung bedient hat, klebt das Programm Werbung des Eigentümers der Urheberrechte ein und teilt dem Zuschauer mit, wessen wunderbares Produkt er gerade betrachtet.

Stolz verkündet MySpace-Marketingchef Jeff Berman dann auch, dass dabei alle gewinnen – zunächst einmal jedenfalls Warner. Dort hat man den Reiz des Geschäftsmodells offenbar sofort erkannt und will es unterstützen; dass auch andere Sender dem süßen Geruch des Geldes folgen werden, gilt als sicher.

In die Röhre schauen werden allerdings die auf die Piratenjagd spezialisierten Juristen, die sich als erwachsene Menschen ja aber auch einen anständigen Beruf suchen könnten. [gk]

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