MS-Diät: Win 7 schlank genug für Atom-Einsatz

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Offensichtlich hat in Redmond ein Denkprozess stattgefunden. Statt den Vista-Nachfolger noch fetter und anspruchsvoller zu machen, wurde Windows auf Diät gesetzt.

Vor etwa einem Jahr tobte eine heftige Diskussion in der Borg-Festung, ausgelöst durch Eric Trauts Präsentation eines eingedampften Windows-Kernels (er nannte ihn MinWin). Traut zielte gar nicht auf Windows 7 ab, sondern sah als Einsatzgebiet die Virtualisierung. Jedenfalls löste das begleitende Video auf IsTartedSomething.com einen Flamewar vom Feinsten aus. Alle Welt stritt über die Größe des MinWin-Kernels.
Das Ganze scheint irgendwas in der Denke der Borg verändert zu haben, denn auf der Entwicklerkonferenz PDC 2008 versorgten sie freigiebig die Entwickler mit Windows 7 Pre-Beta-Fassungen. Die Empfänger stopfen die BS-DVD in jedes Laufwerk, dass sie finden konnten. Vor allem auch, um gewisse Behauptungen der Unimatrix 1 zu überprüfen. So solle Win 7 auf einem Lenovo S10-Netbook laufen. Den hatte allerdings gerade niemand zur Hand. Doch Joanna Stern vom LaptopMag besaß einen EeePC 1000H und siehe da *Trommelwirbel* es installierte sich, ohne zu murren. Mehr noch, es lief sogar fast auf Anhieb (ein paar XP-Treiber wurden benötigt) und recht ansprechend, so Stern. Bedenkt man, dass selbst Linux-Distributionen gestrippt wurden, um auf die Kleinstrechner zu passen, ist das ein beachtlicher Fortschritt.
Ergo: Version 7 muss schlanker sein als Vista. So begnügt es sich in seiner jetzigen Emanation mit weniger als 512 MByte RAM. Und Stern entdeckte auch gleich ein paar Funktionen, die dem Netbook-Einsatz entgegen kommen: Ein frischer, verbesserter Network Manager, den sie sogar benutzen konnte.
Nun fragt man sich: Wird Windows 7 am Ende so schlank bleiben oder planen die Herren des Universums eine gesonderte UMPC-Edition? Wir werden es sicher bald erleben. (rm)

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Windows 7 – das beste Vista, dass es je gab