Microsoft-Neuheiten für Unternehmen

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Microsoft Windows 7, Office im Browser und Windows Server 2008 R2. Microsoft geizte auf seiner wichtigsten Konferenz nicht mit Produktneuheiten. Doch was bedeutet das für den IT-Manager oder Geschäftsführer?

Microsoft nutzte seine wichtigste Konferenz um alle Kernprodukte neu aufzulegen. Windows 7 soll Anfang 2010 auf den Markt kommen, im gleichen Jahr auch der neue Windows Server 2008 R2. Die nächste Office-Generation wandert zumindest teilweise ins Web. Bis Microsoft die neuen Produkte am Start hat, vergeht noch ein bisschen Zeit. Allerdings sollte man sich jetzt schon Gedanken über die IT-Strategie machen, denn die wird maßgeblich von Microsofts Entscheidungen beeinflusst.

Windows 7: Ignorieren Sie Vista
Vista erleidet das gleiche Schicksal wie Windows Me. Beide Betriebssysteme gelten als Flops. Während Windows XP sich auch bei vielen Firmen nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, scheut man die Umstellung auf Vista. Sehr hastig wurde deshalb Windows 7 vorgestellt, das Anfang 2010 fertig sein soll. Die Highlights: Es wird nicht so viele Ressourcen verschlingen wie Vista, nicht mit Systemmeldugen nerven und eine bessere Integration von Web-Diensten bieten. Außerdem sollen einige Systemprogramme die Ribbon-Oberfläche aus Office 2007 erben. Tatsächlich sieht man noch nicht wirklich viele Neuheiten, lediglich eine veränderte Taskleiste, erweiterte Kontextmenüs, frei platzierbare Gadgets und Multitouch-Unterstützung.

Tipp für Entscheider: Wenn Sie jetzt noch nicht auf Vista umgestiegen sind, dann brauchen Sie so ein Projekt auch nicht in Angriff nehmen. Warten Sie auf Windows 7.

Bisher stecken in Windows 7 noch nicht allzu viele neue Funktionen, bis 2010 soll aber alles fertig sein.


Office 14: Word & Co. im Web

Eine spannende Frage ist, wie Microsoft als klassischer Software-Hersteller die Abwanderung von Programmen ins Internet kompensieren will. Die nächste Generation von Office zeigt es. Diese wird Web-Applikationen mitbringen. Das sind abgespeckte Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote, die komplett im Browser laufen, ähnlich wie die Google Apps. Doch die lokal installierten Varianten von Word, Excel und PowerPoint wird es nach wie vor geben.

Damit fährt Microsoft eine Doppelstrategie, ähnlich wie bei Outlook und Outlook Web Access. Über ein Abo-Modell und die existierenden Volumen-Lizenzprogramme sollen Unternehmen die Webversion von Office nutzen können. Ausgewählten Nutzern will Microsoft noch in diesem Jahr eine exklusive Vorschau auf das neue Office gewähren.

Tipp: Immer mehr Programme werden als Dienste über den Web-Browser genutzt. Hier lohnt sich eine Inventarisierung bestehender Software. Welche Programme werden in Ihrem Unternehmen genutzt und für welche ist ein Web-Service eine Option? Achten Sie auch bei der Anschaffung neuer Software auf mögliche Web-Services. Interessante Abrechnungsmodelle versprechen großes Sparpotenzial.

Im nächsten Office von Microsoft gibt es Web-Version von Word & Co.

Windows Server 2008 R2
Im Gegensatz zu Vista ist Windows Server 2008 eine echte Verbesserung gegenüber der Vorgängerversion. Ein großes Update des Servers soll es auch 2010 geben. Wichtige Neuheit: Die 32-Bit-Versionen sterben, es wird nur noch 64-Bit-Server geben. Außerdem sollen viele Detailverbesserungen eingebaut werden.

Tipp: Windows Server 2008 ist auf jeden Fall einen Blick wert. Auch hier ist eine Inventarisierung der Applikationen ein sinnvoller Schritt. Admins sollten prüfen, welche Software auf den Servern läuft und ob diese auch unter Server 2008 funktioniert.
(Jörg Geiger/mt))

Weblinks
Microsoft PDC 2008
Windows 7
Office im Web
Windows Server 2008