Hynix sieht Preisverfall bei den Speicherchips

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Allein die DRAM-Module werden um die 30 Prozent günstiger, glaubt der weltweit zweitgrößte Speicherchiphersteller aus Südkorea.

Hynix Semiconductor Inc. erwartet für das nächste Jahr nachgebende Preise. Ein Drittel dürften sich die DRAM-Preise Richtung Süden bewegen und die NAND-Flashspeicher könnten sogar 40 Prozent unter das 2008er-Niveau fallen.

“Die Verlangsamung beim Verkauf von PC und Motherboards wird die Nachfrage automatisch schmälern und damit die Preise unter Druck bringen”, äußerte sich ein Hynix-Manager gegenüber der Korea Times. Die nachlassende Kauflust mancher Verbraucher in Schlüsselmärkten treffe nämlich auf ein Überangebot von Speicherchips, die sogar Gefahr laufen könnten, nur noch unter den Herstellungskosten absetzbar zu werden.

Bei Hynix löst diese Entwicklung große Sorge aus, schrieb der Hersteller doch im abgelaufenen Quartal schon einen Nettoverlust von umgerechnet einer runden Milliarde Euro. Ein Jahr zuvor hatte es im gleichen Zeitraum noch über 100 Millionen Euro Gewinn gegeben. Der höher als erwartete Minussaldo sei unter anderem auf Kosten aus der Schließung von alten Fabriken und währungsbezogene Verluste zurückzuführen. (Ralf Müller)