Googles Wikipedia-Konkurrent Knol lernt deutsch

Allgemein

Google hat seiner Wissensplattform eine deutsche Oberfläche verpasst und sammelt dort deutschsprachige Artikel.

Wer bei Knol nach deutschsprachigen Beiträgen sucht, braucht sich nun nicht mehr durch unzählige englischen Artikel wühlen. Denn mit einer deutschsprachigen Oberfläche, deutschsprachigen Beiträgen und solchen mit Bezug zum deutschsprachigen Raum bietet man nun eine ideale Anlaufstelle für die hiesigen Nutzer.

In der Regel bekommen User aus Deutschland gleich die deutsche Knol-Startseite angezeigt. Ansonsten kann die Ländereinstellung oben rechts geändert werden – meistens zumindest, denn in der Redaktion klappte das lediglich mit Internet Explorer und Firefox, nicht jedoch dem aktuellen Opera-Browser. Mit diesem gab es Knol nur in englischer Sprache und keine Möglichkeit dies zu ändern. Es ist aber davon auszugehen, dass Google solch kleinere Bugs noch behebt, hat doch die Wikipedia vorgemacht, wie erfolgreich man mit verschiedenen Länderversionen sein kann.

Google hatte Knol im Juli gestartet. Obwohl man sich damit in Konkurrenz zur Wikipedia begibt, existieren doch einige bedeutende Unterschiede. So stehen bei Knol die Autoren viel mehr im Vordergrund: sie bestimmen über ihre Beiträge und werden auch namentlich genannt. Zwar kann jeder Vorschläge zur Verbesserung eines Knols – so heißen die Artikel – einreichen, doch ob die berücksichtigt werden, obliegt allein dem Autor. Dass auf diese Weise mehrere Artikel zu einem Thema entstehen, ist durchaus gewollt, sorgt der Wettstreit unter den Autoren doch für eine höhere Qualität. Als weiteren Anreiz können die Autoren Google-Anzeigen in ihren Beiträgen einblenden lassen und auf diese Weise sogar noch etwas mit ihrer Arbeit verdienen. (Daniel Dubsky)