Deutschland droht die digitale Spaltung

Allgemein

Eine aktuelle Studie zeigt: Leistungsfähige IT-Technik ist die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland. Doch Experten fürchten die digitale Spaltung aufgrund großer Bildungsunterschiede.

Wie die aktuelle Studie »Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen IKT« aufzeigt, besteht Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern. Eines der überraschendsten Ergebnisse der Studie: 62 Prozent der befragten Entscheider sind der Meinung, dass sich die digitale Spaltung in den kommenden Jahren weiter fortsetzen werde.

Diese Entwicklung führe zur Herausbildung einer besser gebildeten und einkommensstarken Elite, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands prägen werde. Einen Ausweg aus der digitalen Spaltung sehen 68 Prozent der Befragten in der Bildung.

540 Entscheider wurden befragt
Für die vom Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom, TNS Infratest, Siemens, VDE, SAP und Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführte Studie wurden 540 Entscheider und Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft befragt. Der Münchner Kreis ist eine Vereinigung, die sich an der Schnittstelle von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien mit Fragen von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft befasst.

Breitband-Internet ist Grundvoraussetzung
Eine besondere Rolle spielt auch der Zugang zum Breitband-Internet, den 91 Prozent der befragten Experten als Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung multimedialer Kommunikation und netzbasierter Anwendungen sehen. Im Bereich mobile Dienste wurden die Navigation (81 Prozent) und das mobile Internet (78 Prozent) genannt.

Embedded Systems sichern Wettbewerb
Sogenannte Embedded Systems, also Computer, die in feste Systeme eingebettet sind, um diese zu steuern, sind inzwischen weit verbreitet. So glauben 80 Prozent der Befragten, dass Embedded Systems die Entwicklung neuer Anwendungen ermöglichen und in der Folge den Wettbewerb beleben können. Die größten Herausforderungen an diese Systeme sehen 86 Prozent in der technischen Zuverlässigkeit und 84 Prozent in der Datensicherheit.
(Stefan Girschner/mt))

Weblinks
Münchner Kreis
EICT
TNS Infratest
Bundesministerium für Wirtschaft