SAP auf Sparkurs

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Reduziertes Wachstum, niedrigere Gewinnerwartung und ein Auftragseinbruch zwingen den Softwarekonzern zu drastischen Maßnahmen. Dazu gehört möglicherweise auch ein Einstellungsstop.

Die Banken- und Finanzkrise macht auch SAP zu schaffen. Noch im Sommer war der weltgrößte Anbieter von Unternehmenssoftware zuversichtlich die Gewinnmarge auf 28,5 bis 29,0 Prozent steigern zu können. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen und akquisitionsbedingten Abschreibungen rechnet der Walldorfer-Konzern nur noch mit einem Wachstum von rund 28 Prozent.

Trotz angekündigter Gewinnwarnung und der Auswirkungen der mehr als angespannten Weltwirtschaft legte der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal von 606 Millionen auf 614 Millionen Euro zu. Der Gesamtumsatz stieg von 2,42 Milliarden auf 2,76 Milliarden Euro. Die Softwareumsätze erhöhten sich um sieben Prozent auf 763 Millionen und die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um 15 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro.

Sparmaßnahmen sollen 200 Millionen Euro bringen
Mit drastischen Sparmaßnahmen hat SAP bereits auf den Auftragseinbruch reagiert. Vom Einstellungsstop ist die Rede, sowie freiwilligem Verzicht der Mitarbeiter auf Urlaub und Einschränkung der Geschäftsreisen. Über Weihnachten sollen die Walldorfer zudem zwangsweise in die Ferien geschickt werden. Dadurch sollen circa 200 Millionen Euro eingespart werden..

Die SAP-Aktie hat in den letzten Wochen kräftig an Wert verloren und ist bereits auf den tiefsten Stand seit 2003 gefallen.

(Carolina Kleinken-Palma/mt)

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