Intels fehlende Antwort auf die EU-Kartellklage

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Vor zehn Wochen verlangte die EU eine Stellungnahme vom Intel zu den Kartellvorwürfen. Doch eine Reaktion des Halbeiterkonzerns steht noch aus.

Britische und amerikanische Finanzseiten erinnern sich nun an diese ausstehenden Antwort. Der Kartellprozess dreht sich um Handelspraktiken Intels, die den freien Wettbewerb in der EU behindert haben sollen. Am 17. und 27. Juli 2008 verschickte die EU entsprechende Mitteilungen, damit Intel eine ausführliche Stellung innerhalb von zehn Wochen beziehen konnte.

Der Morning Star fragt sich, wo die Antwort verblieben ist. Das Magazin weist jedoch auch darauf hin, dass am 14. Oktober Intel bei der EU-Kommission um einen Aufschub gebeten habe, um formale Prozessfragen zu klären. Der Nasdaq.com berichtete Mitte Oktober unter Verweis auf Intel-Sprecher Chuck Malloy und de Sprecher der EU Jonathan Todd von der Bitte um Aufschub.

Thomas Vinje, ein in Brussel Brüssel praktizierender Fachanwalt für Kartellrecht von der Anwaltspraxis Clifford Chance, deutet das Schweigen Intels als den Anfang eines Krieges zwischen dem Konzern und der EU-Kommission. (Martin Bobowsky)