Intel: EU-Regularien? Uns doch egal!

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In turbulenten Wirtschaftszeiten wie diesen hat ein weltweit operierender Halbleiterkonzern besseres zu tun, als sich mit Euro-Bürokraten herumzuschlagen.

Intel handelt sich gerade richtig Ärger mit der Wettbewerbskommission der Europäischen Union ein. Mehr als bislang, denn der Chipriese ließ einen Termin verstreichen (den 17. Oktober), ohne die verlangten Unterlagen beizubringen. Im Kartellverfahren gegen Intel geht es um die mögliche Manipulation von europäischen PC-Händlern (zu Ungunsten von AMD). Und wie begründet Intel-Spin-Doktor Chuck Mulloy das Verhalten seines Konzerns? Man habe doch einen Antrag gestellt, dass man mehr Zeit benötige – und vergeblich auf die Antwort gewartet. Klingt nach billiger Ausrede, die sicherlich bei den gestählten EU-Recken auf taube Ohren stoßen dürfte. Die Folgen könnten empfindlich teuer werden.
Das ahnt Mulloy wohl auch schon: “Wir wollen doch nur in der Lage sein, eine faire Verteidigung aufzubauen.” Klingt irgendwie schuldbewusst. Schließlich hatte Intel von Juli bis Mitte Oktober Zeit, Dokumente zur eigenen Verteidigung zu stricken. Schlicht nur die Wahrheit zu erzählen, wäre sogar noch schneller *zwinker*. (rm)

INQ UK


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