Rapidshare: Wir kontrollieren keine Uploads! Niemals!

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Hörte sich gerade noch ganz anders an. Der Hoster mit Schweizer Firmensitz hatte erklärt, einem Urteil des Hamburger Oberlandesgerichts entsprechen zu wollen.

Oberrichterlich war verlangt worden, “alles Zumutbare” zu unternehmen, einer “einschränkungslosen Prüfungspflicht” nachzukommen, passwortgeschützte Dateien besser komplett zu verhindern und hochgeladene Archive vor dem Einstellen zu entpacken.

Rapidshares COO Bobby Chang hatte dazu am Samstag erklärt, seine Firma werde auf das Urteil reagieren, das von Belang sei, weil Rapidshare auch deutsche Kunden bediene. Man wolle den Vorgaben gerecht werden und dennoch die Privatsphäre der Benutzer schützen. Heute legte Chief Operating Officer Chang mit einer eisernen Grundsatzerklärung nach:

“Wir sagen nein zum ‘Kontrollnet’ und stehen für die Sicherheit persönlicher Daten. Die Kontrolle von Uploads wird es bei uns nicht geben. Genauso stellen wir uns aber auch gegen die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Dateien und tun auch weiterhin alles Machbare, um eine solche zu verhindern. Ausgeschlossen ist die Kontrolle von Uploads. Sie macht übrigens in Deutschland auch gar keinen Sinn wegen der Zulässigkeit der Privatkopie.”

Gegen die Verbreitung illegaler Dateien sei Rapidshare natürlich, versicherte der Chief Operating Officer. Sobald man sowas mitkriege, würden die Dateien gelöscht und auf einen Filter gesetzt.

Wir sind auf weitere Urteile gespannt – und Rapidshares gewundene Erklärungen der nächsten Tage.

(nik)

Rapidshare (Presseerklärung)