Handy im WC stoppt den Hochgeschwindigkeitszug

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Der französische TGV wurde für zwei Stunden im Bahnhof von Surgères in der Region Charente-Maritime angehalten. Um einen Mann zu retten, der sein Mobiltelefon vor der Klospülung zu retten versuchte.

In die Toilettenschüssel gerutschte Handys gehören vermutlich zu den häufigsten Absturz- und Todesursachen dieser Gerätegattung. Hat aber in der Regel nicht so weitreichende Folgen wie am Sonntagabend im TGV auf der Strecke von La Rochelle nach Paris. Einem Mann glitschte, bei welcher Tätigkeit auch immer, das Handy weg. Nach seinem schnellen unbedachten Griff ins Klo aber steckte der Arm fest, zusätzlich angezogen durch die Saugwirkung der hochtechnischen Toilette. Mit eigener Muskelkraft bekam er den Arm nicht mehr aus dem Rohr.

Low-Tech war gefragt, die Klempner wurden zum Notfalleinsatz gerufen. Sie mussten das Rohr aufschneiden, um den Arm unbeschädigt in Sicherheit zu bringen. Gebrochen wurde der Arm dabei nicht, das Opfer klagte nur über Schmerzen in der Höhe des Ellenbogens. In der ganzen Aufregung kümmerte sich jedoch offenbar keiner mehr um das Mobiltelefon, dessen Verbleib unklar ist.

(nik)

Le Figaro