US-Gericht: Es gibt kein Copyright an Fakten

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Dokumentarfilmer dürfen aufatmen: Wahre Begebenheiten werden nicht zu “geistigem Eigentum”, wenn man sie mal verfilmt hat.

Ein Drama mit vertauschten Rollen (wenn auch keine klassische Highball) fand dieser Tage vor einem U.S. District Court ein glückliches Ende. Deborah Novak und John Witek erhielten im Jahr 2000 einen Emmy für ihre dokumentarische Verfilmung vom Flugzeugabsturz im Jahr 1970, bei dem nahezu das gesamte Footnballteam der Marshall University ums Leben kam. Und das Filmstudio Warner Brothers drehte 2006 das halbdokumentarische “We Are Marshall” zum selben Thema.

Woraufhin Novak und Witek die Warner Brüder wegen Urheberrechtsbruch verklagten. Erfolglos, denn Richter Gary Allen Feess befand, dass öffentlich bekannte Tatsachen nicht dem Copyright unterliegen. Ein glänzender Sieg für die freie Kunst, nicht wahr? Aber was, wenn es andersrum läuft und jemand eine Doku der Gebrüder Warner nochmal verfilmt? Dann bekommen wir sicher einen ganz anderen Titelsong vorgespielt, irgendwas mit “und ne Buddel voll Rum” im Refrain. Wetten? [fe]

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