Green IT? Server & Rechenzentren verbraten zu viel Strom

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Über 1,5 Milliarden Euro müssen die deutschen IT-Abteilungen pro Jahr dem E-Werk überweisen. Das repräsentiert 1,8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Lande.

Eine aktuelle Studie des Borderstep-Instituts zum Thema Green IT deckte auf, dass die großen IT-Installationen in der Republik noch viel zu viel Energie aus den Leitungen saugen. So bringen es allein die 2,2 Millionen deutschen Server und die Rechenzentren (ohne Workstation, PC oder Notebook) in diesem Jahr auf einen Verbrauch von 10,1 Terawattstunden (TWh). Für diese Strommenge müssen vier mittelgroße Kohlekraftwerke rund um die Uhr ackern.

Die Fachleute wunderten sich trotz der hohen Kosten wie wenig in der Praxis die deutsche IT-Infrastruktur sich des Modethemas Green IT angenommen habe. Dabei seien durch Thin-Clients, bessere Voreinstellungen, verbrauchsgünstigere Neuanschaffungen und aufmerksameres IT-Management ganz schnell spürbare Einsparungen zu erreichen.

“Erfahrungsgemäß lassen sich durch eine erste Energieanalyse und das Ergreifen einfacher Sparmaßnahmen schon um die 20 Prozent an Energie einsparen”, verweist Ralph Hintemann, IT-Infrastruktur-Fachmann vom Branchenverband Bitkom, der die Studie in Auftrag gab und sie gestern in München auf der Systems präsentierte. Darin wird das Einsparpotenzial im deutschen Mittelstand für die Jahre 2009 bis 2013 auf rund 1,3 Milliarden Euro allein an Energiekosten hochgerechnet. Zudem könnten durch gemeinsame ITK-Beschaffungen die Kosten für teure neue Green IT-Systeme gesenkt werden.

Für den interessierten IT-Manager, Unternehmer oder CIO/CTO hat die Bitkom zwei aktualisierte Broschüren zu den Themen Klimaschutz und Green IT aufgelegt. Beide Publikation können hier kostenlos heruntergeladen werden. (Ralf Müller)