Samsung will SanDisk nicht mehr haben

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Man wird vorsichtig in der Krise: Samsung hat sein Übernahmeangebot für den Speicherkarten-Hersteller zurückgezogen und begründet dies mit der Ungewissheit, ob die allgemeine wirtschaftliche Schieflage SanDisk nicht in die Bredouille bringen wird.

Die Geschäftszahlen, die SanDisk fürs dritte Quartal vorgelegt hat, wollen Samsung jedenfalls überhaupt nicht gefallen, und auch das enge Verhältnis des Flash-Produzenten zum Konkurrenten Toshiba, der immerhin 30% der Herstellungsmenge abnimmt, passt Samsung auf einmal nicht mehr in den Kram.

Zumindest letzteres ist aber nichts Neues, und SanDisk – oder besser ein Unternehmenssprecher, der seinen Namen nicht genannt wissen will – fragt sich dann auch, ob das Angebot von Samsung jemals ernst gemeint gewesen sei und ob es nicht andere Motive dahinter gegeben habe. Welche das nun sein könnten, wollte er allerdings auch nicht sagen.

Nicht unwahrscheinlich ist, dass Samsung darauf setzt, dass SanDisk im Zug der Finanzkrise zum Schnäppchen wird – neben der allgemeinen Misere plagt das Unternehmen auch ein Quartalsverlust von 155 Millionen Dollar, der dadurch entstanden ist, dass wegen zu hoher Lagerbestände die Preise gesenkt werden mussten. [gk]

Yahoo / AP