Für virtuellen Diebstahl gibt es echt auf die Finger

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Ein holländisches Gericht hat zwei Teenager verknackt, die sich in der Echtwelt mit rabiaten Methoden Güter aus einem Online-Game verschafft haben.

Ein 14- und ein 15-Jähriger hatten einen Klassenkameraden geschlagen und getreten und ihn sogar mit einem Messer bedroht, um in den Besitz einer Maske und eines Amuletts zu gelangen. Diese Wertgegenstände befanden sich allerdings nicht im friedlichen Holland, sondern in der etwas aufregenderen Welt des Multiplayer-Online-Games RuneScape.

Ob es sich dabei trotzdem um echte Güter handelt und sich die beiden Deliquenten damit auch des Diebstahls schuldig gemacht haben, ist nicht unumstritten – bei den wenigen bisher bekannt gewordenen Fällen hat sich vor Gericht keine einheitliche Rechtsauffassung durchgesetzt.

Die zuständige Justizbehörde in Leeuwarden allerdings erklärte die Dinge aus einer anderen Welt unter holländischen Recht zu echten Gütern und brummte den Missetätern 200 bzw. 160 Stunden Sozialdienst auf. [gk]

Sydney Morning Herald