Bang & Olufsen: Abschied von MP3 & Mobilfunk

IT-ManagementIT-ProjekteMobileMobilfunk

300 Arbeitsplätze und einige Produktkategorien müssen bei der Restrukturierung der Dänen dran glauben.

Weil die Verbraucher in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als erstes verzichtbare Luxusgüter vom Einkaufszettel streichen, startete Bang & Olufsen nach erstem Absatzrückgang ein Programm zur Kosteneinsparung. So wolle man sich auf das Kerngeschäft fokussieren und damit ein paar Nischenprodukte einstellen: Künftig gibt es demnach keine B&O-Mobiltelefone und -MP3-Player mehr. Daher könne man eben auch im Unternehmen auf 300 Jobs verzichten. Allen voran musste Anfang des Jahres schon der damalige Vorstandschef Torben Sörensen gehen. Ihm wurden die sinkenden Umsätze (minus 18 Prozent) und schlechten Gewinnerwartungen angelastet.

Bang & Olufsen hat nun vor, sich auf Audio- und Videoprodukte zu konzentrieren. Vor allem Soundsysteme fürs Auto stehen im Fokus. Audi und Aston Martin sind bereits Kunden in diesem Bereich. Ein Absage erteilen die Dänen den Markenkooperationen wie zum Beispiel jene mit Samsung. Konzernchef Karl Kristian Hvidt Nielsen will außerdem die Zahl der B&O-Filialen in Russland und China verdoppeln. (Ralf Müller)