Apple: Drittgrößter Handy-Hersteller der Welt?

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Als solcher sieht zumindest Apple-Chef Jobs sein Unternehmen – wenn es nach den Einnahmen geht. Und RIM und den BlackBerry hat man ja auch tatsächlich überholt. Bloß blöd, dass es noch immer Nörgler gibt.

Eine Gewinnsteigerung um 26 Prozent und 6,9 Millionen verkaufte iPhones meldet Apple für das dritte Quartal des Jahres, was der allzeit bescheidene Steve Jobs gleich mal zum Anlass nahm, seine Firma zum drittgrößten Handy-Hersteller der Welt zu erklären.

Als Grundlage für diesen Machtanspruch zieht er die Einnahmen heran – und um da vorne mitzuspielen, muss man halt nicht ganz so viele Geräte verkaufen, wenn sie nur teuer genug sind. Zumindest im direkten Vergleich mit dem BlackBerry steht das iPhone allerdings tatsächlich gut da: Den 6,9 Millionen verkauften Apple-Handys stehen 6,1 Millionen Geräte aus dem Hause RIM gegenüber.

Rundum glücklich konnte Jobs die Analysten jedoch nicht machen: Die Gewinne übersteigen zwar die Erwartungen, die Umsätze aber liegen trotz neuer Quartals-Rekordzahlen darunter.

Gemäkelt wird auch an den Perspektiven: Mit seinen hohen Preisen laufe Apple Gefahr, in der anrollenden Rezession besonders stark getroffen zu werden, wenn die Leute wieder auf den Geldbeutel und nicht aufs Design schauten, heißt es. Und überhaupt sei Apple vom Computer- zum Gadget-Unternehmen geworden.

Ganz abgebrühte Beobachter des Unternehmens lassen sich auch von den Zahlen nicht beeindrucken: Apple spiele immer die Erwartungen für die Geschäftszahlen herunter, um dann spektakuläre Erfolge zu verkünden. Bei den Quartalsberichten tue der Finanzverantwortliche von Apple dann so, als lüge er nicht, und die Banken, als glaubten sie ihm. [gk]

Sydney Morning Herald

CNET