Wikia-Traum schon ausgeträumt?

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Wikipedia-Erfinder Jimmy Wales wollte sein Lebenswerk vergolden und gründete den kommerziellen Ableger Wikia. Doch der Geldstrom tröpfelt nur.

Die Träume vom Privatjet und der 100-Meter-Yacht darf Wales wohl erstmal auf die lange Bank schieben. Ein Insider gab dem Valleywag den Hinweis, dass seine neue Wissens-Suchmaschine angeblich gerade um die 30 Prozent seiner Belegschaft entlassen müsse. Damit scheint das Profit-Derivat vom Non-Profit-Lexikon ziemlich profitlos zu operieren.

Falls das noch junge 43-Mitarbeiter-Startup sich schon in der Startphase derart verkleinern muss, sieht die Zukunft eher dünn aus. Für die Inhalte werden die Mitarbeiter übrigens auch diesmal nicht benötigt, denn die Beiträge sollen wie bei Wikipedia von der Community geschrieben und auch gleich bewertet werden. Wikia hat zwar Werbung generieren können (vornehmlich für Videospiele), aber es scheint nicht zu reichen, um die Burning-Rate der Cash-Verbrennung zu deckeln. Die Büros in San Francisco, New York und Polen haben sicherlich gut gekostet. Ebenso der Aufbau von Wikia Search, dass praktisch keine Sau benutzt. Da dürften die 14 Millionen Dollar Venture Capital (u.a. von Amazon) aus 2006 schon so ziemlich futsch sein. Ob der virtuelle Grabstein für Wikia schon geschnitzt wird? (rm)

The Register